Woher kommen deine Ideen?

Als ich diese Frage im Rahmen meiner journalistischen Tätigkeit vor Jahren einmal einer sehr bekannten Autorin stellte, meinte sie: „Das werde ich ständig gefragt, aber ich kann darauf keine Antwort geben. Sie sind einfach da.“

Das finde ich fast ein wenig schade. Ich kann zu jedem Buch ganz genau die Ereignisse, Erzählungen auflisten, die mich dazu inspiriert haben – und das macht es für mich gerade so interessant, und meine Bücher zu einem Schatzkästchen der Erinnerung, in denen ich auch Jahre später immer noch gerne hin und wieder stöbere. Das meiste, worüber ich schreibe, habe ich nämlich entweder selbst erlebt, oder ich habe davon aus Erzählungen erfahren. Auf einer Hochzeit, auf der ich vor einiger Zeit eingeladen war, antwortete die Braut auf die Frage, was denn so Besonderes an ihrem frisch angetrauten Ehemann wäre: Er passt gut auf mein Herz auf. Diesen Satz fand ich wunderschön, und ich habe ihn in „Hoffnung auf Kirschblüten“ verwendet.

Ich finde sowieso, die besten Geschichten schreibt das Leben selbst. Zum Glück, besonders viel Fantasie habe ich nämlich gar nicht. Ich würde mich eher als eine gute Zuhörerin bezeichnen.

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